262 Die Principien der mechanischen Naturauffassung, diese Bewegungen auch sein mögen, sie sind doch jedenfalls vorhanden, sie finden thatsächlich statt. — Es haben uns diese Betrachtungen über die Allgemeinheit der Be¬ wegungen der minimalen Theilchen von unserem eigentlichen Thema, das die Art der Bewegungen in den erwärmten Körpern zum Gegen¬ stände hat, etwas abgeführt. Ich kehre nun zu demselben zurück, um Ihnen in wenigen Zügen die wichtigsten Momente der hierüber unter den Physikern herrschenden Anschauung vorzuführen. Die einem Körper zugeführte bestimmte Wärmemenge oder Kraft¬ quantität spaltet sich in zwei Theile, der eine Theil erhöht die Tem¬ peratur des Körpers und ist vermittelst des Thermometers wahrnehm¬ bar: derselbe bewirkt jene Art der zitternden, unregelmässigen Bewe¬ gung der kleinsten unmessbaren Stofftheilchen innerhalb des be¬ stimmten Ortes im Baume, der ihnen durch ihre Stellung in dem ganzen Atomencomplex angewiesen ist. Diese Art der Bewegung nennen wir Wärme im engeren Sinne des Wortes. — Der andere Theil der dem Körper zugeführten Wärmemenge oder Kraftquantität wird hingegen aufgewendet, jene Art der Bewegung zu bewirken, durch welche die ganzen chemischen Atome und Molecüle oder Atomgruppen neue Stellungen im Baume erhalten. Dieser Theil geht für die Temperatur¬ erhöhung verloren, er leistet dagegen grob mechanische Arbeit inner¬ halb des erwärmten Körpers, weshalb man diese Leistung innere Arbeit der Wärme nennt. Diese innere Arbeit besteht darin, dass die Molecüle, entgegen der zwischen ihnen herrschenden gegenseitigen Anziehungskraft, der Co- häsion oder Affinität — ganz analog der mechanischen Arbeit, welche wir leisten, wenn wir ein zu Boden gefallenes Gewicht emporheben. — aus einander gerissen werden : und genau so wie das zum Heben des Ge¬ wichtes aufgewendete Kraftquantum in Form von Spannkraft des ge¬ hobenen Gewichtes erhalten bleibt, ebenso bleibt der Theil der Wärme, welcher zur Leistung dieser inneren Arbeit des Auseinanderdrängens der Molecüle aufgebraucht wird und als Wärme, d. h. für das Thermo¬ meter, verschwindet, in Form von Spannkraft der aus ihrer gegensei¬ tigen Stellung herausgebrachten Molecüle erhalten. Denn, wenn der erwärmte Körper sich wieder abkühlt, d. h. wenn die geschilderten Bewegungen allmählich an Geschwindigkeit verlieren, so fallen die Molecüle in ihre früheren Stellungen zurück, und es wird dabei gerade wieder so viel Wärme frei, als vorher durch die ge¬ leistete innere Arbeit verschwunden ist. Der Vergleich zwischen den beiden Vorgängen, der Hebung des Gewichtes und der inneren Arbeit, lässt sich aber nach Tyxuali. noch