Ueber Protagon. Von Professor Arthur (jaiujree von Manchester uml llr. Ernst Blankenborn. ; (Au« <i<'ni |iJiv«tnlii}>isi'h*,ii Lalinratiiriiiui Omvii’h College Manchester Kngluiid). i (Der Keductioii zugegungcu um 10. Mai). Histuri.seller uml kritischer Theil. Im Jahre 1 St>5 veröffentlichte Dr. Oscar Mehre ich eine Abhandlung über eine, von ihm in der Gehirnsubstanz entdeckte phosphorhaltige Verbindung.]) Im Gegensatz zu anderen mit iehl<‘cht ausgeprägten Eigenschaften ausgestatleten Körpern, "welche von verschie¬ denen Forschern die Xamen Gerebrin, Cerebrinsäure, Lecithin und phosphorhallige Fette ertialten halten, lasst sich dieser Körper leicht rein darstellen. Demselben j^;ih nun Liebreich, wahrscheinlich um ilm als diejenige der in der Geliirnsubstuz enthaltenen Verbindungen zu detiniren, welche zuerst mit Bestimmtheit erforscht worden, den Namen «Protagon» * jtfiMTÛyti i. Fr stellte diesen Körper folgendormassen dar: Finem Thiere wurde die Garotis geöffnet und das Blut entzogen, dann, um letzteres vollständig zu entfernen, Wasser durch die Blutgefässe des Gehirns geleitet. Das von den Häuten befreite Gehirn wurde in einem Mörser zerrieben, mit Aether und Wasser bei Oü G geschüttelt, dit* sich ausscheidende Flüssigkeit allgezogen und das Verfahren des Ausziehern mehrere Male wiederholt. Nachdem die Gehirnsubstunz durch' Filtration von Aether und Wasser getrennt worden, wurde dieselbe mit 80% Alcohol bei 4.7° G digerirl und heiss lil- trirt. Beim Frkalten auf 0° G schied sich aus der Lösung ') Loher die chemische PesclialTenheit »1er (Jehinisnhsaiiz. Anualeii der Chemie und Pharmacie. Band CXXXIV, S. 2‘J.