Ueber die chemischen Wirkungen der Diffusion von I>r. All»rocht Kossol. Assistenten ;<m |diysiolo;ds(di-clieiiiiselien Institut zu Slrasslmro-. (Aus «lom iiliysitilaj'isih-ohf'inijiclioii Iu>titut zu Strassburi' j Erst er Th oil. (î r a ha in zeigte in seinen Untersuchungen *) über dir Diffusion von Flüssigkeiten, dass in gewissen Salzlösungen, worin man sio der Diffusion oder der Dialyse (Membrandit- fusion) unterwirft, (‘ine Aenderung in dein Vcrhältniss der Bostandtheile des Salzes zu einander hervorgerufen worden kann. Das Salz wird hiebei theilweise oder vollständig in einen leichter diffusihlen und einen schwerer diffusihlen Theil gespalten; erslerer geht ins Diffusai über, letzterer bleibt im Rückstand. Rraham wies zugleich mit wenigen Worten darauf hin, dass diese Zersetzung'Tür die Erklärung gewisser physio¬ logischer Vorgänge wichtig werden könne. Er erwähnte die Bildung freier Salzsäure im Magensaft und deutete die Mög¬ lichkeit an, sie als einen Vorgang aufzufassen, welcher der Abtrennung von Säure aus einer Salzlösung durch Dialyse analog sei. .Er bezeichnet unless diese physiologischen Vor¬ gänge nicht als eine einfache Dialyse, nicht als einen rein physikalischen Vorgang, sondern er glaubt noch eines nebenher verlaufenden Processes zu bedürfen, welcher die Salze des Organismus dieser Zerlegung zugänglich macht. Er held hervor, dass selbst bei solchen ’Verbindungen, welche last unzerselzt ditfundiren, diese Zersetzung dadurch horbeigeführt werden könne, dass einer ihrer Beslandlhoile in den eolloi- dalen Zustand ülxTgeführt werde (z. B. das Eisenchlorid). „Die Herbeiführung des C.cilloidat-Zustandes bildet möglicher- 'i Annalen der Übende und l’liannaoie. ltd. 77. SO, lil.