Zur Kenntniss der synthetischen Vorgänge im Thierkörper. \<*ii I rof. Dr. M. JüflV*. in Konigst><>iv in PretissCu. (Del- Kcdaktion zugcgaii^oii am Ul. März.» \ oi mehreren Jahren, hatte ich eine Untersuchung über das chemische Verhalten isomerer Verbindungen im Tbier- körper begonnen und als erstes Beispiel das Xitröloluol gewählt. Die in Betreff des Paranit rotoluols erhaltenen Resultate sind in den Berichten der deutschen chemi¬ schen Gesellschaft (Jahrgang VII p. kurz mftgethcilt ; >ie entspiachen vollkommen den Erfahrungen ; . welche man über die Einwirkungeh des Organismus auf andere aroma- :lisclie Verbindungen mit C-haltigon, oxydaiionslähigen Seiten¬ kelten gemacht hatte. Das Paranitrotoluol wird in normaler Weise» zu Paranit robenzoesäure oxydirl, welche zum Theil als solche, zum Theil aber als Paranit roh ippursäure in einer schön krystalisirenden Verbindung mit Harnstoff in den* Urin übergeht. Die Untersuchung des Orthonit ro toluols, über welche auf den folgenden Blättern berichtet werden soll, stiess auf unerwartete Schwierigkeiten, welche den Abschluss der begonnenen Arbeit erheblich verzögerten und auch jetzt noch nicht vollkommen überwunden sind, wenn auch das Studium der erhaltenen Um Wandlungsprodukte soweit;, gediehen • ist, dass eine Publikation des Resultats wohl berechtigt ^ein durfte, um so mehr, als dieselben über einen bisher wenig gekannten synthetischen Process, der sich im Thierkbrper vollzieht, einigen Aufschluss zu gehen geeignet sind. Das Orthonitrotoluol wird nämlich nür zu einem gelingen 1 heil in Nitrobenzoesäure übergeführt;, zum grössten 1 heile bildet es, auf einer niedrigeren Oxydâtiöiisstufe ange- langl, unter Paarung mit einem praeformirlen Bestandtlieil <les Organismus eine Verbindung von sehr complieirter Zu-