lieber die chemische Natur des Peptons und sein Verhältnis! zum Eiweiss. von Dr. Robert Hertli. (Aus dem Laboratorium von Prof. Mal y in firaat. (Der Itciluktion ziiftcgsuigcn am 2!f. Oktober ix;;). Die .zahlreichen, diesem wichtigen Gegenstand schon gewidmeten Arbeiten haben bis jetzt zu einer genügenden Übereinstimmung der Meinungen nicht geführt; vielmehr (iifferiren gerade die in ^leil letzten Jahren bekannt gemachten Resultate so wesentlich, dassics wohl gerechtfertigt erscheint, sich von Neuem mit dieser Frage zu beschäftigen. Durch die Untersuchungen Mul y’s, der durch neue Methoden alte Schwierigkeiten der Darstellung überwand und zum ersten Mal (gleichzeitig mit P1 üsz) das physiolo- gische Experiment zur Entscheidung heranzog, schien um -so.■> mehr eine befriedigende Lösung erreicht, als beide; die che¬ mische Untersuchung des Peptons und diejenige seines phy¬ siologischen Werthes vollkommen übereinstinimtön, (■*) Da Wurden wiederum die alten Zweifel indie Diskussion geworfen, ja gleich die erste Grundlage zur Beurtheiluhg; die prozentische Zusammensetzung'als eine solche dargestellt, dass die sogenannten «Peptone» allerdings nur als Zersetzungs¬ produkte der Ei weisskörper betrachtet werden könnten. Es wird sich Gelegenheit' finden, später hierauf zurück- s . ■ • * zukommen. Bei der künstlichen Verdauung von Eiweiss tritt früher oder später vollständige Verflüssigung zu einer stark opales-, cirendeu Flüssigkeit ein. ;. Dieser Vorgang kann, wie bekannt, ausserordentlich be¬ schleunigt werden durch die vorbereitende Behandlung (*) Journal, f. praet. CluMiii»*, RU. R. 1K75ii« Pflüj'or’s Arch. Btl. IX. * Zeitschrift f. physiol. Chemie, I. 1!»