5 Lieber die Bestimmung der Schwefelsäure im. Harn. 'Von PrivaMocout E. Baumann in Strasslmrg. In verschiedenen Publikationen (l) habe ich das Vor- kommen und die Entstellung einer Anzahl von Verbindungen im Thierkörper beschrieben, die das deitneinsame haben, dass sie alle hei Einwirkung starker Mineralsäuren in Schwefel¬ säure und aromatische Verbindungen gespalten werden. Dieselben entstehen im Thierkörper aus präforniirter Schwefel¬ säure, so dass man dieselben nicht sowohl als eine besondere Form der Ausscheidung des Schwefels sondern der Schwefel¬ säure zu betrachten hat. Aus der schon. früher mitgetheilteu Methode der Bestimmung dieser, in keinem normalen Harn fehlenden Aelberschwefelsäuren geht hervor, dass die bislang übliche Methode der Schwefelsäurebestimmung im Harn, 1 Ausfällen des salzsauren Harns mit Chlorbarium, über den Ce halt desselben an schwefelsauren Salzen keinen richtigen Aufschluss geben kann, und dass alle bisherigen Angaben über Sc11\vg:f el sä u regehal l des Harns einer Correctin' bedürfen. Nachdem mehrere der. oben genannten Substanzen in reinem Zustande dargestellt, nach ihrer chemischen Const i- . tution und ihren Eigenschaften genau gekannt sind, halte ich es nicht für überflüssig die möglichst einfache Bestimmungs- * methode der Schwefelsäure und der gepaarten Schwefelsäuren im Harn zu fixiren. , Keine der bis jetzt im Harn gefundenen gepaarten Schwefelsäuren wird bei 1 ständigem Erwärmen dés mil verdünnter Essigsäure versetzten Harns zerlegt; dieselben werden dagegen sämmtlich gespalten, wenn sie in einer l ’)■ PflfigerV .Viril. XII. 1». W», XIII. J.. ‘28*». Ber. «1. rliem. lies. IX. |». 51. I.m \ J