4 Zur Kenntniss der aromatischen Substanzen des Thierkörpers. * ■ Von PrivatdoHMit Dr. E. Banmann in Strasshurg. (Ans «lern physiol.-chem. Institute^ Von den unter normalen Verhältnissen im Harn von Säugethieren vorkommenden aromatischen Aetherschwctbl- säuren habe : ich bis jetzt die Phenyl (!) und eine Krcsyl- schwefel säure (2) in ihren Kaliumsalzen darstellen können: derselben Klasse von Verbindungen sind eine im Pferdeharii constant vorkommende Aethorsehwefelsäure des Brenzcale- chins(1) und das Tndican(*) zuzureehnen. Die beiden erstgenannten Substanzen, welche man früher als «phenolbildonde Substanz» bezeichnet hat, sind zwar ihrer chemischen Constitution nach genau gekannt Und können auf einfache Weise'synthetisch dargestellt werden: über die Art und Weise ihrer Entstehung im Thierkörper wissen wir aber bis jetzt noch wenig, lieber dieselbe ist nur bekannt, dass das reichliche Vorkommen derselben hu Harn nach Pflanzenkost durch die letztere bedingt ist. Die Production derselben im Thierkörper ist aber auch qualitativ und quantitativ abhängig von der Art der Pflanzennahrung: dieselben Anden sich im Harn von Thieren nach Fütterung mit Rüben oder Kartoffeln nur in sehr geringer Menge. Die tlippursäureausscheidung ist in diesem Falle auch unbedeutend, und man konnte daran denken, dass das Auftreten der aromatischen Aet herschwofeisauren im Harn in einer Be¬ ziehung stünde zur Ausscheidung der Hippursäure ; diess scheint aber nicht der Fall zu sein: ich beobachtete öfters, dass die ersteren sehr reichlich Vorkommen im Pferdeharn.t der so arm an Hippursäure war,dass er zum i') Ptlfiger.’s Arch, .XHI. p. 28.\ (J> Her, tl. ehern. Oes^ IX, p. 1 ^589. Syrup ver-