XXXVII. Beiträge zur Kenntniss der Beihilfe der-Nerven zur Speichelsecretion. [ Wiener akademische Sitzungsberichte -I8S7.] (Hierzu Tafel 21). Prof. Ludwig, der bekanntlich vor einigen Jahren die directe Beihilfe gewisser Hirnnerven zur Speichelsecretion entdeckte1), hat im vorigen Sommer gefunden, dass auch die Reizung des sympathischen Astes der Gl. submaxillaris, ja des Halstheiles des Sympathicus selbst die Speichelsecretion cinleiten könne. Ohne von dieser letzteren Thatsache etwas zu wissen, habe ich im Jänner 1. J. unabhängig von Ludwig durch 9 Versuchsreihen an Hun¬ den, die ich mit meinem Assistenten Dr. G. v. Piotrowski in dem unter meiner Leitung stehenden physiologischen Institute der k. k. Jagell. Universität zu Krakau anstellte, den Einfluss der Reizung des Sympathicus am Halse auf die Speichelsecretion constatirt, überdies aber die merkwürdige Wahrnehmung gemacht, dass die Reizung dieses Nervenstammes unter gewissen Umständen auch hemmend auf den mächtigen Speichelstrom einwirken könne, der bekanntlich bei der Erregung des Drüsenastes vom N. lingualis, aus der Gl. submaxillaris hervorquillt. Eine kurze Notiz Uber meinen unerwarteten Fund habe ich bei der kais. Akademie der Wissenschaften in einem versiegelten Schrei¬ ben, welches Prof. Brücke am 5. Februar l.J. zu überreichen so gütig war, ! lint erlegt. Jetzt stehe ich nicht mehr an, die vorläufigen Resultate meiner Untersuchungen zu veröffentlichen, da ich während meines letzten Aufenthaltes in Wien (Ostern 1857) im Laboratorium der k. k. Jo- 1 Ludwig in der Mitth. der Zürich, naturf. Gesellsch. 1851. Czermak, Schriften. 28