XXX. Weitere Beiträge zur Physiologie des Tastsinnes. [Wiener akademische Sitzungsberichte 4833 Physiologische Studie»:.] Hierzu Fig. 4 — 9 auf Taf. 19 . Das Folgende enthält die angezeigte1 Fortsetzung jener Unter¬ suchungen, welche >S. 3U3 in Kr. XXV niedergelegt sind. { Diese Fortsetzung ist das lîesultat des Bestrebens das Gebäude meiner, die Ansichten Weisek's und Lotzes vermittelnden Lehre zu befestigen und weiter auszubauen. Um das Folgende leichter anknüpfen zu können, sei mir hier eine kurze Revision jener Sätze gestattet, auf welche icli meine Hypothese gegründet habe. 1. Jede einzelne Nervenfaser h a t e i n g e w i s s e s Ver¬ ästelungsgebiet in der Haut. d. h. geht in eine bestimmte Zahl 1, 2. 3 . . . . x sensibler Funkte aus. Dies können wir mit Sicherheit annehmen. müssen uns dagegen vorläufig jedes Ausspruchs über die Beschaffenheit und Anord¬ nung dieser sensiblen Funkte, so wie über das gegenseitige Verhält- niss der Verästelungsbezirke benachbarter Nervenfasern enthalten, da wir trotz aller Bemühungen der ilikroskopiker die eigentliche Endigungsweise der Nervenfasern in der Haut noch immer nicht genau genug kennen. E. H. Weuek's Annahme, nach welcher die Verbrei¬ tungsbezirke der einzelnen Fibrillen scharf begrenzt nebeneinander liegen sollen, ist nicht hinreichend begründet. Eben so unbegründet und vielleicht noch unwahrscheinlicher war meine 1S49 ausgesprochene Idee einer totalen Interferenz dieser Ver¬ breitungsbezirke, zu welcher ich durch theoretische Gründe und durch 1 Wiener med. Wochenschrift, I Söö, S. 471.