XXVIII. lieber das sogenannte Problem des „Aufrechtsehens“, [ Wiener akademische Sitzungsberichte iSöö Physiologische Studien).] Hierzu Fig. 2'und ö auf Tafel lit,. Zur Zusammenstellung; der folgenden Bemerkungen, welche ich irn Wesentlichen bereits im Jahre 1850 in der Würzburger Aula als quaestio promovendi öffentlich vorgetragen habe, bin ich durch eine kurze Notiz von Ludwig Fick Müll. Arch. 1854, S. 220) veranlasst worden; indem dieselbe den vorliegenden Gegenstand, anstatt ihn seiner endlichen Erledigung näher zu bringen, wieder in jene heillose Verwirrung zurückzuwerfen droht, welche die Bemühungen Volk- .uann’s und Lotze’s für alle Zukunft beseitigt zu haben schienen. Fick begnügt' sich nämlich nicht nur die alte Ansicht von der umgekehrten Einpflanzung der Retinalelemente in jenen Leibestheil, in welchem die Seele wohnt, — allerdings mit anerkennungswerther Entschiedenheit und Schärfe — einfach aufzuwärmen : — und das ist docli kein Fortschritt! sondern er meint damit wofern icli ilm richtig verstanden habe , sogar auch den ^tatsächlichen Parallelismus des Gesichtssinnes und des Tastsinnes im Urtheil über die Lage der Ob¬ jecte erschöpfend erklärt zu haben, was eben als ein gefährlicher Rückschritt bezeichnet werden muss und um so überraschender ist, als eine Erneuerung dieses Irrthums nach dem. was Volkmann 1 von der »Richtung der Gesichtsobjecte« gelehrt hat, in der That unbe¬ greiflich erscheint. Fick ignorirt ganz und gar, dass die Vorstellung von der Richtung der Gesichtsobjecte erwiesenermaassen wesentlich aus dem Be¬ wusstsein der Muskelbewegung resultirt, welche die Augen auf das 1 Handwörterbuch d. Phys. Art. »Sehen«, S. '!4ti—:U(>.