Ueber den Gewichtsverlust der Thiere nach dem Tode. [Prager Vierteljahrschrift 1855. Bd. XXXVII. S. 97.] Die Reihe von Versuchen, deren Resultate im Folgenden mitge- theilt sind, begann im März 1851 und wurde, je nachdem sich Zeit und Gelegenheit darbot, bis zum August fortgesetzt. Meinem Freunde, Prof. H. Hlasiwetz, verdanke ich den grössten Theil der genaueren Wägungen, welche auf den vortretflichen, aber keine grosse Belastung vertragenden Wagen des hiesigen chemischen Laboratoriums vorge¬ nommen wurden. Die Veranlassung zu diesen Untersuchungen gaben einige Versuche, welche ich zur Bestimmung des absoluten Körperge¬ wichtes verschiedener Thiere angestellt hatte. Die Vergleichung des¬ selben vor und nach der Tödtung des Thieres hatte nämlich ergeben, dass das todte Thier stets leichter war, als das lebende. Der Ge¬ wichtsverlust war gleich nach dem Tode deutlich wahrzunehmen und lag immer ausserhalb der Grenzen der Beobachtungsfehler. Es schien mir interessant genug, genauere quantitative Bestimmungen des Ge¬ wichtsverlustes vorzunehmen und diese ganze Erscheinung weiter zu verfolgen, um dem Grunde derselben auf die Spur zu kommen. Ich experimentirte mit kleineren Säugern (Mus musculus, Lepus cuniculus, Spermophilus citillus. Cctvia cobaya . . . etc.), Vögeln (.Fnn- tjilla serinus, Loxia coccothraustes, Strix otus, Stnx noctua . . . etc.j, und Reptilien [Coluber natrix, Lacer la agilis . . . etc). Das zu opfernde Thier wurde auf die Wage gebracht, und nachdem es sich vollständig beruhigt hatte, mit Genauigkeit gewogen. Alsdann tödtete ich das Thier auf die eine oder die andere Art und trug die scrupulöseste Sorge dafür, dass weder etwas verloren ging, noch auch hinzukam, was die Reinheit des Versuchs hätte stören können. Die wiederholten Wägun¬ gen des todten Thieres wurden mit Berücksichtigung der seit der Tödtung verflossenen Zeit vorgenommen, so dass sowohl die absolute,