X. lieber den Bau und das optische Verhalten der Haut von Ascaris lumbricoïdes. [Sitzungsberichte der mathem.-naturwissenschaftlichen Classe der kais. Akademie der Wissenschaften in Wien. 1852. Novemberheft, Bd. JX. S. 755.] Die Haut von Ascaris ist aus mehreren histologisch verschiedenen schichtenweise über einander liegenden Elementen zusammengesetzt und kann mit Leichtigkeit in beliebig grossen Stücken als eine dünne elastische, glashelle Lamelle isolirt werden. Auch die einzelnen Schichten, aus welchen die Haut besteht, lassen sich in grösserer oder geringerer Ausdehnung von einander ab¬ zieh en und trennen. Die Beschaffenheit und Aufeinanderfolge der Schichten habe ich an flächenförmig ausgebreiteten, sorgfältig gereinigten Hautstücken, bei allmählichem Verändern der Focaldistanz, und an Durchschnitten und Faltungen der Haut, welche in verschiedener Richtung angelegt waren, ermittelt. Ich kann die bisherigen Angaben über den Bau der Ascariden-Haut wesentlich vervollständigen, indem icli bei der von mir befolgten Untersuchungsmethode eine eigenthümliche Hautschichte aufgefunden habe, welche, wie ich aus v. Siebold’s Lehrb. der vergl. Anat. der wirbellosen Thiere, S. 114, ersehe, den früheren Beobachtern entgangen ist, obsclion sie die anderen Schichten bei weitem an Mäch¬ tigkeit übertrifft. Der Beschreibung des optischen Verhaltens schicke ich die Dar¬ stellung des Baues des Ascariden-Haut voraus. a) Zunächst nach aussen findet sich eine etwa 0,007 W. L. dicke, das Licht stark brechende Schichte, welche durch regelmässig ange¬ ordnete Furchen in dicht auf einander folgende, bis 0,01"' breite Querringel getheilt ist, und von den Autoren als Epidermis gedeutet wird.