XVIII. Noch ein intereffanter Beitrag über die Ent- ftehung der Haare aus Pigment. Yon C* F. Heusinger1), Der Magen des Kukuks ift bekanntlich auf feiner innern Fläche mit Haaren befetzt; wenigftens habe ich bis jetzt die Mägen aller alten Kukuks (ich unterfuchta fünf) mit kurzen, hell goldgelben Haaren dicht beletzt gefunden, alle diefe Haare haben einerlei Richtung von der rechten zur linken, und ihre Wurzeln liegen unter dem Epithelio. Diejenigen Zootomen, weiche das Vorhandenfeyn diefer Haare in dem Magen des Kukuks läugnen, haben entweder junge Kukuke zergliedert, oder fie haben nicht genau genug unterfucht; denn ift der Magen nafs, fo kann man die dichtanliegenden Haare wohl allenfalls überleben, aber hält mah den ausgefpülten Magen in die Sonne, oder läfst man ihn nur trocken werden, fo find fie nicht zu über¬ leiten 2 )• Aber in mehrern jungen, aus dem Nefte genom¬ menen Kukukon, fand Ich das Epithelium ganz glatt und weifs. 1) S. meine im fieberten Paede diefe3 Archivs enthaltnen Auf- Eitze „ Ueber Pigmentabfonderung und Haar bilden g(s und. ,,Ueber die He generation der Haare,“ Ich benutz® diefe Gelegenheit einen Imhnm zu berichtigen, •welcher Reh in den erften diefer Auffätze eingefchlichen hat, es ift näm- lich dort „ Nees de radies plantarum raycet ‘‘ ftatt „Kees de mnscorum propagations“ durch ein .Verfehen citirt worden, 2) Auf keine Weife find fie zufällig in den Magen gekommen, wie auch E. Home zu glauben fcheint. S. deffen Lecture* on comparative Anatomy Vol. ï, p. 3l4-