wirkt. Die ganze Krankheit dauerte zwei bis drei Monate '). Da ich felbft jetzt kein Laboratorium befitze, fo erfuchte ich Herrn Dr. Prout um die fernere Analyie des oben befchriebenen Harns und erhielt von ihm fol¬ gende merkwürdige Auffchliiffe. Der Niederfchlag zeigte beim Verdunften durchaus keine Harnfäure, und eben io wenig konnte Harnftoff ausgemittelt werden. Verdünnte Sauren bewirkten zwar nicht forieieh Farbenveränderung, allein nach einiger Zeit entftand ein Ich warzer Niederlchlag, während die Flüliigkeit ßiiffig und nur fcliwach gefärbt blieb. Der fchwarze Niederfchlag war im Yvraffer und Alkohol fowohl in der Wärme als Ivälle faft unauflös¬ lich. In kalter concentrirter Schwefel - und Salpeter- fäure lüfte er lieh mit Bildung einer clunkellclnvarz- braunen Farbe auf; durch Verdünnung der Säure ndt WaiYer aber wurde die fchwarze Subftanz wieder un¬ verändert niedergefchlagen ; cliefe Säure aber zerfetzte fie mit Hülfe der Wanne. In den fixen Alkalien und den unvollkommen kohlenlauren Alkalien löfte fie l) Schon die altern Aerzte, /. B. Lommus beobachteten den fchwarzen Harn im krankhaften Zuftande. S. feine Gbf. med. p. 280. „Nigra urina, ii rubram viridemque fequitur, extremi ca loris index eft: fi poft cerulean:, et poft livid,im fuit, furnmae frigiditatis. In u traque mortis periculum veritur, id que eo majus, quo ea ipfa eft paucior, quoque id, ouod in ea fubfidet, nigrius eft. Coterum, ubi morbus ex atra bile natus praeceffit, uepote lienis tumor, quartan«, melancho¬ lia, et hujusmodi : turn profeeto nigra urina (maxime fub iftorum morborum deceffu) certam fpem fecundae valetudi- nis facit. “