No. 3. wurde am Abend in meiner Anwefenheit gel affen. Am folgenden Morgen war No. x., je;z!; zwirl Tage alt, ganz fchwarz, rot h ammoniakalifch und war deutlich alkalifch. Nach fechs Wochen, ja feibft jetzt, nach heben Jahren, war mid iff: es ganz unverändert, indem die Farbe diefelbe, kein Eodcnfaiz, und diefelbe ammoniakalifch ftechende Kefchaffeiiheit, ohne deut¬ lichen Harngeruch vorhanden iii. No. 2. wurde in vier und zwanzig Stunden nicht merklich gefärbt und nicht alkalifch; in wenig Tarrea aber entftand eine Färbung wie von Maderawein und bald nachher wurde es faul, ohne weitere Farbenände¬ rung zu zeigen. No. 3. war eine Stunde nach der Ausleerung ganz farblos, roch aber U hr ammoniakalifch. Am folgen¬ den Tage war es fchwach gefärbt, in wenig Tagen aber röthlich, wie heller Rotlnvein. Einige Tropfen kohlenfaures Ammonium bewirkten einen weifsen, ge¬ pulverten Niederfchlag und die obenfchwimmende Fltif- figkcit wurde in zwei Stunden fo fchwarz wie No. 1. Koblenfaure Pottafche bewirkte eine ähnlic he Ver¬ änderung, und die Farbe verfchwancl nicht durch Ueber- fättigung des Harns mit Säure. Zufatz von Alkalien zu gewöhnlichem Harn bringt bekanntlich keine folche Veränderung der Farbe hervor. No. x. wurde wegen der ftärkften Entwicklung der angegebenen Verfchiedenheit ferner unterfucht. Das fpecififche Gewicht war 1022,2. Mineral- fäuren bewirkten Aufbraufen , leichte Trühnn«', aber keine FarbenVeränderung. Alaunaufiüfunp' hellte die Färbung auf und bewirkte einen Niederfchlag. Herr Wollaßon mittelte aus, dafs das Mikrofkop keine ro- then Kügelchen zeigte. Durch Verduuftung entftand M. d, Archiv. VlIL 3. LI