an deffen Oberfläche aber fleh bei ftarker Beleuchtung ein purpurfarbner Schimmer zeigte, wodurch die Flüffigkeit das An (eben einer ftarken Auflöi'ung von Liquiritienextract erhielt. Der Harn rührte von einem gefunden, fiebzehnMon.it alten Kinde her, von def¬ fen Vater ich folgende Nachrichten erhielt. Faft fogleich nach der Geburt bemerkte man, dafs der Harn die Windeln dunkelpurpurn färbte. Anfäng¬ lich fürchtete man deshalb eine bedeutende Krankheit, allein bald beruhigte man fich, da, ungeachtet die Be- fchaffenheit des Harns diefelbe blieb, die Gefundheit durchaus nicht litt, und es wurde daher keine Arznei weiter angewandt. Im neunten Monate, Wo der Harn leichter gefam- melt werden konnte, fand man, dafs er anfangs ganz heil war, fchnell aber eine dunkle Farbe annahm. Ungeachtet dies aber faft immer der Fall war, fo zeig¬ ten fich doch gradweife Verfchiedenheilen, und biswei¬ len trat die Veränderung gar nicht ein. Am l’tärkften war fie bei Verftopfung, weshalb oft kleine Gaben von Magnefia angewandt wurden. Einige erhebliche Zufälle beim ichweren Zahnen abgerechnet, blieb das Kind übrigens ganz gefund, Irn fiehzehnten Monate wares ftark, lebhaft und munter. Leider haben wir es feitdem, aller Bemühungen ungeachtet, ganz aus den Augen verloren. Ueber die chernifchen Eigenfchaften des Harns finde ich in meinem Tngebuche Folgendes. Ich hob drei Specimina auf, die zu verfchieder.en Zeiten in vier und zwanzig Stunden gelaffen wurden. No. I. war das von Herrn Babington erhaltene. No. 2. wurde am Morgen ganz farblos gelaffen, und war am Abend eben fo. No. 3.