486 In den erften Abfchnitt öffnen fich zwei Harnlei¬ ter, mithin ift er die Harnblaie. Jeder Maftdarm endigt fich durch zwei Schliefser, die, wenn fie einander auch noch io nahe liehen, fich doch nicht berühren. Bei den Säugthieren variirt ihre Entfernung. Bei den Ichneumons, noch mehr den Monotremen, ift fie beträchtlich. Den Zwifchenraum nennt Home bei den letztem, wo er einen ziemlich geräumigen Beutel bildet, Vor¬ hof. Er ift bei den Vögeln eben fo ansehnlich. So verhält fich der zweite Gylinderabfchnitt, von aufsen nach innen gerechnet; auf ihn folgt nach innen der Maftdarm. Der Koth wird durch den innern Maftdarmfchlie- fser aufgehalten, in den Vorhof gelangt der Harn durch Rückwä rtsbe weg u ng. H iernach hat jedes Product feinen eignen Behälter, es findet fich keine gemeinfchaftliche Kloak, und der After liegt nicht aufsen, fondern mit beiden Schlie- fsern in der Tiefe. Er öffnet fich in die Blafe, diefe in die Begattungstafche. Diefe aber wird nie durch den Harn und Koth, wenn lie gleich durch fie treten, befchmutzt, denn der Vogel öffnet lie beim Excerniren derfelben und läfst den Maftdarm nach aufsen treten. Sein Vorhof kehrt fich in entgegengeletzter Richtung um , die Harnblaie ftiilpt fich wie der Finger eines Handfchuhes um und ergiefst, da fie vor dem Maftdarm liegt, dabei den Harn.