4SI die Luft kälter als das Thier ift, Wärme nicht erzeugt, fondern vermindert. Lp Gallois verfuchte zuerft Brodie's Anficht zu wi¬ derlegen. Er leitete die Folgen der Enthauptung von bedeutender Schwächung des Nervenfyitems her, und da er unter dielen Umftänden das venoie Elut unge¬ fähr von derfelben Farbe als das arteriole fand, lo fchlofs er, dafs das Nervenfyftem die Veränderung der Wärmecapacität des Blutes in den Arterien und Venen beftimme. Aufserdem mittelte er durch Verfuche aus, dafs das Erkalten der Thiere lieh wie die Schwierigkeit des Athmens und die Menge des verbrauchten Oxygens zufammengenommeo verhält, fo dafs, wenn bei zwei, an demlelben Thiere angelteilten Verlachen die eritere gleich grofs ift, das böchfte Erkalten dem geringften Oxvgenverbrauche entfpricht. Er fand auch, dafs die blofse Verdünnung der Luft, wenn ne fo weit geht, dafs der Barometer tiefer als 30 G, finkt, zum Erkalten des athmenden Thieres hinreicht, fo dafs das auf hohen Bergen Statt findende Kältegefühl nicht geradezu von der Kälte der Luft, fondern aufserdem von einer, mit dem Athmen zufam- menhängenden Urfache, herrührt. Auch fand er, wie febon Front und Fjfe, dal:; die Koblenfäuremenge weder mit der Menge des ver- fchwindenden Oxygens, noch mit dem Erkalten des Thieres in einem beftimrnten Verhältnis fleht, fon¬ dern dafs gewöhnlich weniger Kohlen i:i uro gebildet, als Oxygen verzehrt wird. Bei djefer Lage des Gegenftcndes erfchienen Chauf¬ fât’s Verfuche *). 1) S, diefes Archiv, Ed. 7, S. 2J3 I£