ftehn, Vorkommen. Bei den Fifchen geht er nicht nach vorn zum Geficht, fondern nach hinten zu den Kiemen, ja eigentlich fehlt er, und der ihm entfpre- chende Nerv ift ein Aft des Lungenrnagennerven. Er entfpringt beim Menfchen feitlich von dem verlänger¬ ten Marke dicht hinter dem Hirnknoten, in einer Linie mit den übrigen Athmungsnerven. Er geht durch den Fallopifchen Gang nach aufsen und verbindet lieh auf diefem Wege durch den oberflächlichen Felfennerven und die Paukenfaite mit dem dreigetheilten, wodurch einerfeits Zweige von ihm zu der Nal'enfchleimhaut und den Gaumenmuskeln , andrerfeits Zweige vom vorigen und dem fympatbifchen in das innere Ohr gelangen. Seine Hauptäfte am Geficht gehen an die Mus¬ keln der Stirn, Augenlider oder Wange, der Nafe und des Mundes. Aufserdem begleiten leine Zweige die feinen Hautgefäfse. Seine untern Zweige verbinden fich mit den Hais - und übrigen Athmungsnerven. Sein Bau kommt mit dem des pneumogaftrifchen fiberein, unterfcheidet lieh aber von dem des dreige¬ theilten. Seine Fäden find lehr eng gewebt, wie ein kleines Geflecht. Der fünfte befitzt grofse, freie, runde Fäden , die weniger verflochten find. Er feheint nicht zur hinlänglichen Mittheilung von Nervenkraft hinzureichen, da alle feine Fäden mit andern vom dreigetheilten Nerven verbunden find. Es fragt fich daher, ob beide derselben oder verfchiedenen Functionen vorftehen? Verfuche über den Antlitznerv en. Ein Efel wurde zu Boden geworfen und einige Secunden lang feine Nafenlücher zugehalten, fo dais er keuchte und fie bei federn Einathmen ftark erwei¬ terte. Hierauf durchfchnitt man den Antlitznerven einer Seite, worauf fogleich dip Bewegung des Nafen-