369 das verbindende Zellgewebe war fehr erhärtet, fo dafs mir eine vollständige Auseinanderlegung unmöglich fiel. Gewifs geht aber Herr Guimard zu weit, wenn er die Vertheilung nicht viel anders finden will, als in den übrigen Säugthieren. Kaum ift die Scblüffeibeinfchlag- ader über die erfte Rippe getreten, fo vertheilt fie fich plötzlich in faft zahllofe Aefle. Ein Theil derfelben geht fogleich in die Schultermuskeln, die übrigen bil¬ den einen ftarken Cylinder, der am Oberarm herab« fteigt, in der Mitte des Cylinders ift ein gröl’seres Ge- fiifs, das als Fortfetzung des Stammes zu betrachten ift, die fchwächern Aefte umgeben den Stamm wie eine Scheide , und anaftomoßren vielfältig unter einan¬ der. Es gehen von diefem Geflechte Fortfetzungen in die Muskeln des Oberarms. In der Ellenbogenbeuge vertheilt fich der Heft des Geflechtes in die Muskeln des Unterarms, der Stamm wird dadurch frei, und begleitet den Nervus medianus. Ich habe nicht gefe- hen, dafs aus dem umgebenden Geflechte Zweige wie¬ der in den Hauptftarnm einmündeten. XXL Ueber Medufa aurita *). Vom Prof. Baer. in Königsberg. Der Bau des Mundes von Medufa aurita war mir aus Gaede’s verdienftlicher Abhandlung über diefes Thier i) Von Pérou's Charakteriltik der Gattung Aurellia: Quatre bouches, quatre ejiomacs; quatre bras; une cavité at- Tienne ? au centre de L'ombrelle; huit aurieules a Jonpouv tour {AmiaL du Muft d'hift. natr Tom, XIV. p. 357.} ift