337 der Harn der Papageien und der Schlangen faft derfelbe, befteht faft ganz aus Harnfäure, ungeachtet jene von Vegetabilieo, diefe von Thieren leben. Indel'fen ift es andrerfeits gewifs, dais ein gewiffer Zufammenhang zwifchen der Nahrung und dem Harn Statt findet, der» man aber nur zu fehr auf Koften des zwifchen dem Organ und der abgefonderten Flüffigkeit Statt findenden überlehen hat. Nach der gegebenen Analyfe ift es wohl keine Frage, dafs die Biafe der Fröfche eine wirkliche Harn- hlafe ift. XVI. Chemifehe llnterfucliung der Säure, welche bei der Deftillation der Harnfäure und der aus harnfaurem Ammonium behebenden Steine gebildet wird. Von Chevalier und Lassaigne. (Annales de Chimie et de Phyfique. Vol. 13. p. 155.) Scheele bemerkte zuerft in feiner Arbeit über die Bla- fenfteine, dafs fich bei der Deftillation der Harnfäure ein weifser Sublimat bildet, der viel Aehnlichkeit mit dem Bernfteinfalze liât. Pear/on fand ihn fpäterhin der Benzoefäure fehr ähnlich. Henry fahe ihn als eine Zufammenfetzung ans einer eignen Saure und Ammonium an, und fand ihn gelb, von kühlendem, bittern Gefchmacke, leicht in Waller und alkalifchen Auflöfungen löslich, nicht durch die Säure aus diefen zu präcipitiren, nur itn Alkohol fchwer auilüslich, flüchtig, bei einer zweiten Sublimation wei-