3U9 XII. Fortfetzung des vorigen Auffatzes a. a. O. S. 294 ff. Unterm Mikrofkop erfcheint das Blut, nach dem Vo¬ rigen, im Leben biofs als ein Gemenge von Serum und Kügelchen, die aus einem centralen, farblofen Kör¬ per, und einem rothen, ihn umgebenden, fich aber nach dem Tode leicht von ihm trennenden Bläschen beftehen. Dieies fcheint eine Art leicht theilbarer, aber immer im Waller auflöslicher und leicht von ihm zu trennender Gallert zu feyn , ift zwar auch, aber weniger, durchlichtig als der Centralkörper, und die durch feine Theilung entftehenden Fragmente reihen fich nicht regeJmäfsig zulammen. Aus den F.igen- fchaften dieler beiden Beftandtheile erklären fich die auf den erften Anblick fchwierigen Erfcheinungen, wel¬ che das aus den Gefäl'sen geladene Blut darbietet. Da die Anziehung, welche die Bläschen an die Centraltheile heftet, mit der Bewegung des Blutes auf¬ hört, fo können diefe, dem Streben nach Vereinigung folgend, ein Netz bilden, worin fich fowohl freie Bläschen, als nicht zerfetzte ganze Kügelchen anhä'u- fen können. Diefe Mafie, der Blutkucheu, läfst allmäh¬ lich das anfangs eingefchloflene Se um ausfchwitzen und finkt in dem Maafse zufammen. Anfangs verän¬ dert fie fich, ohne Verletzung ihres Gewebes, nicht weiter, wird fie aber zerrjlfen und Wafler darauf ge- goffen, fo bemächtigt fich djefes der freien Färbel'ub- ftanz und der unzerfetzten Kügelchen, während fias Aggregat der Centralkörperchen als Fafern auf dem Fiitrum bleibt, die den Muskelfafern gleichen und den Faferftoff bilden. M. d. Archiv. F III. 2. X