21S II. Noch einige Worte über den Bau der Nie¬ ren. Von Dr. K. W. Eysenhakdx. Seit der Erfcheinung meiner kleinen Schrift de ftru- ctura renum (Berlin bei Dümmter 1818) iit der Bau der Nieren auch von Bollinger (Was ift Abfonderung und wie gefchieht lie? Würzburg 1819. g. S. 72—75.) und von J. F. Meckel (Handbuch der menlchJichen Anatomie, vierter Band 1820 ) vorgetragen, und Dr. Mappes hat einen Auszug meiner Differtation in Me¬ ckel's Archiv, im vierten Hefte des l'echsten Bandes mitgetheilt. Es fehlt mir gegenwärtig an Zeit und Gelegenheit, die Unterfuchungen über dielen Gegen- ftand fortzufetzen, indefs bef'timmen mich einige von den meinigen abweichende Anfichten Bollinger’s und Meckel’s, und der Wunfch, ein Paar lrrthümer in meiner kleinen Schrift zu berichtigen, zur Mittheilung der folgenden nachträglichen Bemerkungen. 1) Rindenjubfianz. Den Bau meiner fogenann- ten Glandulae oder Glomeruli (wir wollen lie Kinden- kürperchen nennen) giebt Bollinger nach eigner An¬ ficht, aber gewifs unrichtig an. Die Arterien, wenn fie noch ziemlich grofs find, follen kleine knaulartige Verwicklungen machen, und in dielen Knäulchen als Fortfetzungen der Arterien, die Bellini’fchen Harngänge entfpringen. Ich habe Gelegenheit gehabt, trockne Scheibchen aus einer von Herrn Hofrath Bollinger felbft oder einem feiner Schüler (Herr Dr. Ficker) ein- gefpritzten Katzenniere, auf welche Bollinger fielt be- fonders beruft, unterm Mikroikop zu betrachten, aber von den Arterienverwicklungen nichts deutliches er¬ kannt, und glaube an einen unmittelbaren Uebergang der Arterien in die Harngänge und an die knaularti¬ gen Verwicklungen der erftern nicht. Die von mir