116 4) Verfchiecîenheit des Sitzes mit Verfchieden- heit der Lähmungen zufammen fällt; 5) es endlich Schlagflüffe giebt, die im kleinen Gehirn ihren Sitz haben, wenn gleich, meines Wil¬ lens, niemand davon gehandelt hat. Mit diefen befchäftige ich mich im gegenwärtigen Auffatze. Erfte Beobachtung. Ein Mann von zwei und dreifsig Jahren wurde im April 1814 in der Nacht in das Hôtel-Dieu ge¬ bracht. Man hatte ihn auf dem Quai mit öffentli¬ chen Mädchen gefunden, deren eine erklärte, dafs er, nachdem er beträchtlich getrunken, während der Be¬ gattung in den Zuftand verfallen war, worin er lieh befand. Das Geficht war fehr roth, Kopf und Hals heifs, der Puls fehr ftark und hatte neunzig Schläge in der Minute. Das Athmen war unterbrochen und langfarn, und gefchahe 9, 10, II Mal in der Minute. Er lag im tiefen Schlafe, ohne Spur von Bewufstfeyn. Von Zeit zu Zeit traten drei bis vier Minuten lange Bewe- gungen und krampfhafte Steifheit ein. Die Ruthe war erigirt und die Wärme der Gefchlechtstheile cou traftirte mit der Kälte der Gliedmaafsen. Nach zehn Stunden ftarb er, nachdem vergeblich dreifsig Blutigel an die Droffeladern und ein ftarkèr Aderlafs am Fufs angewandt worden waren. Die Steifheit der Ruthe hatte vier Stunden vor¬ her aufgehört. DadieZeugungstheile noch im Tode fehr roth und gefchwolkn, die Eichel vorn mit Brandflecken befetzt war, fo wurde die durch den erwähnten Zuftand ver- anlafste Vermuthung, dafs er eine Bereitung von Can- tharidea eingenommen haben möchte, Ysdtärkt, indef-