fes aus der Atmofphäre und in dem Uebergange eines Andern an jenen begründet feyen? Es fcheint in der That bei näherer Unterfuchung diefer Act ein mehr zufammengefetzter, durch den Einflufs und die Mitwirkung mehrerer Organe beding¬ ter und ficher geheilter zu feyn. Man legte vielleicht der Einwirkung der atmofphärjfchen Luft auf die be¬ trächtliche Maffe von zuftrömenden Blute, ihrem ver- hältnifsinäfsig geringen Antheil an Sauerftoff, eine za grofse Dignität bei und leitete früher wohl gar die Ent¬ wicklung des ganzen Vorrath es von Warmeftoff aus diefer Quelle her. Dagegen überfah man einen, in der Eri'cheinung an fich unbedeutenden, zum Athmen aber nothvvendigen, mechanifchen, durch das Eindrin¬ gen der atmofphärifchen Luft felbft bedingten, einen das Athmen gleichfam vorbereitenden Act gänzlich. Man follte auch faft meinen, die Natur könne diefen, für das Gefammtleben fo wichtigen Vorgang nicht der zufälligen, wenig wechfelnden Mifchung der atmofphä¬ rifchen Luft allein überlaffen haben, ohne Beforgnifs, dafs bei diefem Wechfel des Gehaltes und der Tempe¬ ratur der Luft das Athmen gehört, die doch immer gleichförmige Temperatur des Körpers abgeändert würde. Diefem Uebelftande luchte fie dadurch zu be¬ gegnen, dafs fie einen immer gleichförmig fliefsenden, unverfiegbaren Ouell in die Nähe der Lungen letzte, aus welchem das mit Carbon überladene Blut hei jedem Athemauge fich feinen Bedarf für den erften Zerftö- rungsgrad und zugleich den Erfatz für den etwanigen Mangel an Sauerftoff in der eingeathmeten Luft her¬ nehmen könnte. Ein Organ, welches durch feine Be- deutfamkeit und Nähe nicht allein unausgei'etzt mit¬ wirkt, fondern deffen Einflufs, vielleicht als ein Ana¬ logon des Sauerftoffes in höherer Potenz, eine der Haupt¬ bedingungen zum Athmen hergiebt, Denn, auch in M. d. Archiv. FUI, {. F