75 wenn man fie genau vertikal durchfchneidet, erfcheint aus einer doppelten Subftanz zufammengefetzt, einer rührigen , die ganz mürbe, und einer harten, die dicht ift und zwar fo, dais beide mit einander abwechfeln. Denn die Schaaie der Spindel, die das erfte Gewinde der Paukentreppe ftützt, ift zerreiblich und rührig ; tliefe verliert Geh inwendig in die andere dichte; dann kömmt wieder eine mürbe und rührige, welche die Schaaie der Spindel in dem zweiten Gewinde der Pau¬ kentreppe bildet; endlich erfcheint ein knöcherner fefter Cylinder, der als Kern durch die Achfe der Spin¬ del läuft und den innerften Theil der Spindel lelbft ausmacht. “ Freilich unterscheidet man an der Spindel eine innere feilere Subftanz und eine äufsere mürbere; doch hat Scarpa etwas wefentliches hier überfehen, dafs nämlich diefe äufsere rührige Schaaie mehr der lamina fpiralis, als der Spindel angehört, und durch einen bedeutenden Kanal von der dichtem Maffe getrennt ift. Diefe rührige Schaaie fteigt in jeder Windung der Pau¬ kentreppe, durch einen Zwifchenraum von der dichte¬ ren Spindelfubftanz gefchieden, zur Lamina fpiralis herauf, in deren unteres Blatt fie fich verliert. Dieifer Zwilchen raum bildet einen Kanal, der mit der Pauken¬ treppe tscli um die Spindel bis zum Becherchen herum¬ windet, und lo folgt diefer Kanal (Canalis fpiralis mo¬ dioli) in feinem Verlauf ganz der durchlöcherten Spi¬ rallurche, (Fractus fpiralis foraminuJentus) die fich auf dem Grunde des gemeinfchaftlichen Nervenkanals befindet. Es gelangen daher alle durch die Löcher diefer furche eindringenden Nervenfädchen zu jenem Kanal, und vertheilen fich dann mit dünnen Fädchen auf dem Spiralblatt. Die für die erfte Windung be- ftimmten Fadchen fteigen dicht an der innern rührigen Lamelle herauf, die für die zweite Windung werden