555 Schabei 1 ), Schnell *) und Andern angeftellten Unter- fuchungen über die Wirkfamkeit der Gifte, aus denen klar hervorgeht, dafs die verletzende oder tödtende Kraft der Gifte lediglich von einem directen Ueber- gange in das Blutl'yi'tem abhängt, während dem lia durch das lymphatifche Syftem gar keine Wirkung äufsern und die Nerven nur topifch afficiren. Sollten wir demnach wohl noch an der Abforb- tionskraft der Venen zweifeln können? Ich glaube nein. — IV. Ueber das Hären oder die Regeneration der Haare. Von Carl Fr. Heusinger. Nachdem ich die früher mitgetheilten Beobachtungen über die erfte Entftehung der Haare in dem Fötus ge¬ macht hatte, richtete ich meine Aufmerkfamkeit auf die Regeneration der Haare. ln der That durfte ich nicht lange fuchen, nach Verlauf einiger Wochen lagfaft die ganze Regenerationsgefchichte der Haare vor mir. Regeneration der Tafthaare. Die Tafthaare oder Barthaare der Thiere liegen in Bälgen, die man fogleich erblickt, wenn man die Haut neben einem folchen Haare einfehneidet; lie ha¬ ben in den verfchiedenen Thieren eine verfchiedene Geftalt, doch find fie in der Regel oval. Man findet, die Haut des Balges nach oben und hefonders in der Mitte viel dicker als unten an dem Boden, welcher auf dem Unterhautzellgewebe ruht, wo fie fehr l) De effect, etc. s’) Hiftoiia veneni «, f, w.