474 darthun, weslialb der Magen des Pferdes eher zerreifst, als fich, wie bei den Fleifchfreffern, durch Erbrechen entleert. A) Im Jahr 180a wurde ein feChsjähriges Zug¬ pferd geöffnet, das an den Folgen einer, durch den zu reichlichen Genufs von Hafer und von veranlagten Indigeftion geftorben war, und der Magen im großen Bogen und nahe am Pförtner zerriß en gefunden. Zu¬ gleich fand Sch ein Rils in der mittiern Sehne und dem. linken Schenkel des Zwerchfells, Die innere Haut des Dickdarms war erweicht, verdickt, violett und einem Blutklumpen ähnlich, die hier enthaltenen Sub- ftanzen waren roth und blutig. Diele letzten Ver¬ letzungen kommen gewöhnlich bei der Krankheit vor, die unter dem Namen der rothen Kolik (Tranchées rouges) bekannt il't. B) Im Jahr 1806 ftarb ein fiebenjähriger, zum Zugpferd geeigneter Hengft, nachdem er fich drei Stunden in Folge einer mit Schwindel verbundenen Indigeftion heftig umhergeworfen hatte. Es wurde an äerfdben Stelle ein Rifs gefunden. Die Bauchfell¬ haut war acht Zoll lang zerriffen, weniger die Mus¬ kelhaut, am wenigften die innere. Die Netze enthiel¬ ten die feften Subftanzen und bildeten eine Maffe von der Gröfse eines gewöhnlichen Magens. Die Fiüf- iigkeit war in die Bauchhöhle und bis in das Becken Se drungen, fo dafs fich felbft in der Scheidehauthöhle eine ziemliche Menge fand. C) Im Jahr 1809 wurde bei einem Zughengft von neun Jahren, der nach heftigen Krämpfen geftorben war, ein Rifs im rechten Sacke an dem großen Bo¬ gen, nahe am Pförtner gefunden. Die Ränder waren ■unregelmäßig und blutig, der Rifs in der Bauchfell¬ haut weit gröfser als in den beiden übrigen und eine bedeutende Menge von Nahrungsmitteln füllte Bauch-, Becken - und Scheidenhauthoiile an. Um in einem