Nochmalige Ablehnung der cerebralen Entstehung von Schwebungen. Von Karl L. Schaefer. In seiner Abhandlung „Einige Beobachtungen über Schwebungen und Differ1 war E. W. Scripture für eine cerebrale Entstehung von Schwebungen eingetreten. Bei der Tragweite einer solchen Behauptung fühlte ich mich zu einer Kritik in dieser Zeitschrift2 veranlafst. Auf diese antwortet nun S.,3 und unmittelbar daran anknüpfend veröffentlicht W. Wundt einen von demselben Gegenstände ausgehenden Artikel.4 Ich habe in meiner Kritik darauf aufmerksam gemacht, dafs die Beweisführung Scriptures auf einem starken Irrtum basiert sei. Derselbe ist in der That so elementarer Natur, dafs Wundt a. a. 0. sich gewissermafsen entschuldigt, ihn durch¬ gelassen zu haben, indem er mitteilt, er habe Scriptures Experiment vor dem Erscheinen meiner Kritik ganz anders aufgefafst, als es wirklich gemeint gewesen sei. Dafs S. nicht im stände ist, seine Beweisführung zu retten, ist ja selbst¬ verständlich; dafs sich daher seine Replik wesentlich nicht mit dem Kern der Sache, sondern nur mit der Schale be¬ schäftigt, wobei aufserdem die Klarheit der thatsächlichen Verhältnisse eine starke Beeinträchtigung erleidet, ist vielleicht vom persönlichen Standpunkt entschuldbar, für die Sache selbst aber ziemlich belanglos. Ich habe deswegen hier auch nur zwei Punkte zu erörtern. 1 Wundt, Philos, Studien, VII, S. 630 ff. 2 Bd IV, S. 348 ff. s Wundt, Philos. Studien, VT]I, S. 638—640. 4 Ebenda, S. 641 ff.