496 Th. Lipps. oben. Das Licht sei an sich weif ses Licht. Im Anfangs¬ moment der Bewegung, d. h. dem Moment der Fixation des Lichtes gewinne ich das Bild eines blauen Punktes. Derselbe gehört meinem Blickpunkt an, wird also, wenn ich den Blick¬ punkt nach oben verschiebe, nach oben mitgenommen. Auch im zweiten, dritten, vierten Moment etc. der Bewegung ge¬ winne ich jedesmal das Bild eines blauen Punktes. Auch diese Bilder werden, nachdem sie entstanden sind, nach oben mitge¬ nommen. Diese Bilder gehören aber immer weiter unterhalb des Blickpunktes gelegenen Punkten des Sehfeldes an; sie bilden mit jenem ersten Punkte zusammen einen von dem nach oben rückenden Blickpunkt aus nach unten zu sich entwickelnden blauen Streifen. Von einem bestimmten Momente an treten an die Stelle der blauen weisse Lichteindrücke. Natürlich gehören diese noch weiter nach unten liegenden Punkten des Sehfeldes an; d. h., der Streifen, der in seinem zuerst entstehenden oberen Teile blau ist, erscheint in seinem später entstehenden unteren Teile weifs. Das ist doch wohl genau das, was Schwarz sagen will. Vervollständigen wir das Bild. Der Streifen, so sagte ich, entstehe vom Blickpunkt aus nach unten. Andererseits entsteht er, während der Blickpunkt nach oben rückt. Jetzt erhebt sich die Frage, wie weit das obere Ende oder der Kopf des Streifens und damit der ganze Streifen nach oben mitgenommen wird. Es fragt sich andererseits, um wieviel die Bewegung nach oben unterschätzt wird. Je weiter der Kopf des Streifens mitgenommen wird, um so länger wird der Streifen. Er wird aber, wenn wir von der Intensität des Lichtpunktes absehen, um so weiter mitgenommen, je rascher die Bewegung ist. Zu¬ gleich wächst aber auch mit der Raschheit der Bewegung die Unterschätzung der Bewegungsgröfse und damit der Zwang, den Kopf des Streifens und mit ihm den ganzen Streifen als nach unten sich bewegend vorzustellen. Setzen wir den be¬ sonderen Fall, das Stück, um welches der Kopf des Streifens mitgenommen wird, und das Stück, um welches die Blick¬ bewegung unterschätzt wird, seien sich gleich, dann müssen wir den Eindruck gewinnen, der Kopf des Streifens bewege sich gar nicht, der Streifen entstehe also von einem ruhenden Punkte aus nach unten. Dieser ruhende Punkt ist nun kein anderer, als derjenige, an dem sich das leuchtende Objekt