589 XII. lieber die weiblichen Gefchlechtstheile der 1 achte und des Sand-Aales (Arnmodytes Tobianus). Von Dr. Rathke in Danzig. Wennman die bisherigen Angaben über die Gefehlechts* theiie der Fifche nachiieht, fo foilte man glauben, es wären diefèlben wie bei der einen, gerade fo auclv bei der andern Art geftaltet. Sehr interefiant war es mir daher, bei meinen Unterfuchungen über die Eingeweide der hiefigen Fifche zu bemerken, dafs fich hüchft be¬ deutende Abweichungen von dem gewöhnlichen Baue mitunter vorfinden lallen, welche Abweichungen merkwürdig genug find, um Anlafs geben zu können, die Fifche einer forgfültigern Unterfuchung zu wür¬ digen. Möge daher nachftehende Abhandlung, die inan nebenbei als Vorläufer eines hoffentlich bald er- fcheinenden gröfseren Werkes über die Fifche anfehen kann, etwas beitragen, die Naturforfcher Eidlicherer Gegenden auf ihre. Fifche aufmerkfamer zu machen, damit wir recht bald einegröfsere Belehrung über diefe, bis dahin noch viel zu wenig bçriickfiçhtigten Gel'chönfa erhalten könnten. Schon in meiner Abhandlung über die Urodelen (pag. 24.) machte ich aufmerkfam auf die gedoppelte Bildung des Eierftockes bei den Wirbeithieren, Ent¬ weder nämlich, führte ich an, befteht er aus einer dich¬ ten Malle, auf deren üufseren FJäche die Eier, wie namentlich bei den Vögeln und Säugthieren abgelagert find, oder er bildet eine Röhre oderBJafe, an deren Innern Fläche die Eier hängen. Hüchft angenehm überrafchend war es mir daher, bei den Fifchen die Uebergänge dieler beiden Bildungen , ausgeprägt auf eine merkwürdige Weife, vorzufinden, und dadurch dann eine nähere Kenntnifs über die Formen- und Bil-