Deut Ich es Archiv für die PHYSIOLOGIE. Sechster Band. Viertes Heft. I. Ueber das Vorkommen von Kohle in menfchlichen Gallenfteinen, nebft eini- gen Bemerkungen über Verkohlung or- ganifcher Körper überhaupt, von Dr. G. Jaeger. In der Gallenblafe einer drei und fünfzigjährigen Frau, die einige Jahre an einer, durch bedeutende organifche Veränderungen des Gehirns herbeigefiihrten, Abnahme der Geiiteskräfte und der ßewegfähigkeit geJitten hatte, und endlich apoplektifch geltorben war, fand mein Bru¬ der viele kleine und zwei gröfsere Gallenfteine, die er mir zur Unterfuchung überliefs. Der grüfsere derfel- ben ftellte einen länglichten Würfel von einem Zoll Länge mit abgeftumpften Ecken dar, während die übrigen Gallenfteine die meift etwas unregelmäfsige Form ftumpfeckigter, plattgedrückter drei oder vierteiliger Pyramiden hatten. Alle waren mit einer fchwarzgrü- nén, metallifch- glänzenden i bisf Linien dicken Rinde überzogen, die beim Trocknen riffig wurde, und lieh zum Theil in kleinen Splittern, zum Theil als, Pulver ablöfen liefs. Im Innern waren die Steine hellbraun mit weifs untermifcht und mit einzelnen dunkleren Stellen ; M. d. Archiv, VI. 4* ^ 1