483 Die linke Niere enthielt keine Spur ihres m fpriing liehen Baues, war, wie die rechte, in einen Beutel voll Eiter verwandelt, aber ohne Steine oder Gries. Auch ihr Harnleiter war fehr Bark ausgedehnt. Als, meines Wiffens, betf/neUoß Abweichung fand ßch ein häutiger Kanal von der Weite des Zeigefin¬ gers, der, quer vor der Wirbelfäule liegend, beide Harnleiter verband, fo dufs man durch einen Druck auf den einen die Flüßigkeit aus ihm in den andern durch ihn trieb , der durch feinen Bau übrigens mit den Harnleitern übereinkam. Die Blafe enthielt trüben, eiterigen Harn, aber keine Steine. Ihre innere Haut war etwas verdickt. XXXIV. Düpuytr e n über Steine aus der Vorfteher- drüfe. (Bull, de la foc. de méd. T. VII. P- *3 5») Ein Mann von 41 Jahren kam mit mehreren, einige Jahre alten Fifteln des Mittelfleifches in das Höteldieu. Sie wurden fondirt und fremde Körper in ihnen gefun¬ den , die für Steine im Gewebe der Vorfteherdrüfe er¬ kannt wurden. Durch den Schnitt wurden fie, zwölf au der Zahl, herausgenommen. Sie enthielten mehrere Flächen und Hervorragungen. Der Kranke wurde völ¬ lig geheilt. Bei der durch Herrn Thénard angeftellten Unterfuchung wurden fie aus 0,8 6 phosphorfaurem Kalk 0,13 thierifcher Subftanz, und einigen Spuren kohlenfauren Kalkes gebildet ge¬ funden.