481 Bei diefen beiden Verfuchen gefchah die Einfau- gung nicht blofs wegen der Dicke der Wände, fondern auch wegen der Kleinheit der dargebotenen, einfaugen- den Fläche, langfarner als bei den erftern. Diefe An licht von der Einfaugung erläutert eine Menge vorher nicht erklärter Thatfachen ; z. B. die Heilung von Wafferfuchten, Gefchwüiften, Entzündun¬ gen durch den Aderlafs; den Mangel der Wirkung von Mitteln in hitzigen Fiebern, wo das Gefäfsfyftem i'tark angefüllt ift; den Erfolg des Purgirens und BiutJalïens vor der Anwendung kräftiger Mittel; das allgemeine oder partielle Oedem bei Herz - und Lungenleiden; den Nutzen von Binden um die Glieder nach dem Biffe gif¬ tiger Thiere u. f. vv. XXXIII. Renauldin über eine Texturveränderung der Nieren, mit einem fehr beträcht¬ lichen Steine und einer Bildungsabwei¬ chung. ( Eull. de la foc. de méd. T. VI. p* 367 ff.) Bei einem 29 Jahr alten, feit ungefähr vier Monaten fteinkranken Manne wurde die rechte Niere durch Aus¬ dehnung ihrer Rindenfubftanz von der Gröfse zweier Fäufte gefunden. Sie war eng mit dem hintern und rechten Theile des Quergrimmdarms verwachfen, und enthielt eine Menge einer eiterartigen, mit Blut ver- mifchten FJüffigkeit, aufserdem einen Stein von der Gröfse und Geltalt eines Hühnereies, mehrere zerreib¬ liche Steine, vermuthlich die oberflächlichen Schichten des erftern, und eine fehr reichliche Menge Sand. Der fehr ausgedehnte Harnleiter enthielt eiterigen Harn.