464 lieiten und in clen letzten Perioden der Schwinclfucht von chronifchen Entzündungen. Die Behandlung diefes Zuftandes mufs daher we¬ niger krampfftillend, als das Muskel und Verdauungs- fyltem ftärkend feyn. Keineswegs find, wie man ge¬ wöhnlich annimmt, die Nervenkräfte gefunken, fon- dern relativ gefteigert. Sowohl in der lleconvalescenz als in Nervenkrankheiten, vorzüglich bei Weibern, wird man durch diefeiben Mittel, vorzüglich durch Stärkung der Muskeln mittelft Bewegung, nicht aber durch krampf- ftillende und Nervenmittel, heilen. xxvir. Cayre über die ftärkfte Entwicklung des Gangliennerven bei ßiodlinnigen. (N. j. de tnédec. Tom. IV. p. 40. ) Eine organifche Umwandlung oder eine von der ge¬ wöhnlichen abweichenden Bildung mufs nicht nur zu Aufklärungen in der Pathologie, i'ondern auch der Phy- fiologie leiten. Beide Zwecke werden, wo ich nicht irre, durch die fehr ftarke Entwicklung des Ganglien¬ nerven, die ich bei neun ßiödilnnigen fand, erreicht werden. Bis jetzt hat man lieh hei den Leichen Blödfinniger nur mit der Unterfuchung der Geftult des Kopfes, des Zuftandes ries Gehirns in Hinficht auf Grofse, Gewicht, Fettigkeit, die Tiefe, Ausdehnung, Bichtung feiner Fur¬ chen u. f. w. befchäftigt, dagegen den peripherifchen Theil des Nervet.fyftems unberiicküchtigt gelaffen. Durch einen Zufall fand ich bei der Leiche eines Blödfinnigen, woran ich die Nerven ausarbeitete, folgende Bedingun¬ gen, die lieh mir nachher bei acht andern wieder dar¬ boten.