591 weil er feine Benennungen vorzüglich nach menfchlichen, Haller nach Thiereiern bildete. Im Gei ft aller Ana« tomen mufste die erfte und härtefte der ä’ufsern Fötus¬ hüllen Chorion heifsen. Da nun Hallers mittlere Haut beim menfchlichen Fötus dicker und dichter als fein Chorion war, wurde vermutlilich Hunter zu einem Irrthum verleitet, und gab daher diefer Haut den Na« men Chorion. Dann wurde er, wie der Name: „Um- gefchlagene hinfällige Haut“ andeutet, zu der Anficht veranlagt, dafs diefes angebliche Chorion der hinfälli¬ gen Haut angehöre. XVII. J. Cloquet über Extrauterinalfchwanger- fchaft. (Aus dem Journal de médecine. Tom. VII. 1820. p. 23.) Zwei Katzenfötus, die ich vor mir habe, beweifen un¬ widerleglich die Exiftenz der Unterleibsfchwangerfchaft aufserhalb der Gebärmutter, wobei das befruchtete Ei in die Unterleibshöhle fällt, und fich durch Gefafsan- heftungen mit dem Bauchfelle verbindet. Eine alte JJatze hatte in der Gegend des Nabels zwei harte, ziem¬ lich vorfpringende, dicht neben einander liegende und dem Anfchein nach in der Unterleibshöhle enthaltene Gefchwülfte. Bei der Unterfuchung fanden fich diefe, nach Wegnahme der Unterleibswand hinten an fie ge¬ heftet. Sie waren länglich, fehr hart, platt, von derGröfse einer kleinen welichen Nufs und weder mit den Gebärmutterhörr.ern, noch den Darmwindungen, fehr genau aber mit dem Bauchfelle, welches die innere Fläche der vordem Unterleibswand bekleidele, durch deutliche Gefäfsverbindungen verwachfen. Sie waren Ce a