aus die Sonde in der ganzen Länge des Bandes unter dem Querbande hervortreiben. Die erwähnten Gefäfse entfpringen in der obern Gegend des Iiiiftbeinloches von den Hiiftbeinlochgefä- fsen, und dringen unter dem Querbande durch den Pfannenausfchnitt in die Höhle des runden Bandes. In der Mitte derfelben fpaltet fich der Stamm in zwei Aefte, deren einer zum Schenkelkopfe, der andre rückwärts in die Pfannengrube tritt. Hier finden fich vorzüglich in der Jugend oft Löcher, welche die Gefäfse zur Di- ploë leiten. Bei 7 — 8 Monate alten Fötus ift dies Band pris- matifch und die Winkel werden von Faferbündeln gebil¬ det, über welche fich eine gemeinfchaftliche, in die Syno¬ vialhaut der Pfanne und des Oberfchenkelkopfes fort* gefetzte Hülle wirft. Die zwifchen den drei Bündeln befindliche kleine Höhle ift gegen die Pfanne und das Querband weiter, verengt fich aber gegen den Ober- fchenkelkopf hin und ift alfo kegelförmig. Die erwähn¬ te Höhle wird deutlicher, wenn man die äufsern Hüft- beinlochmuskeln entblöfst, das Zellgewebe im Umfange des Hüftbeinloches tfennt und nun eine diinne Sonde bis zum Oberfchenkelbeinkopfe einbringt. Wegen der Oeffnung des runden Bandes gegen das eirunde Loch hin kann man den Eintritt und den Verlauf der Gefäfse leicht nachweifen. Die Geftalt der Winkel diefes Bandes ift beim Fö* tus anders als beim Erwachfenen, dort gerade, hier ge¬ wunden , was vermuthlich eine Folge der Bewegungen des Oberfchcnkels ift, indem nothwendig das runde Band diefen folgen mufs. Hiedurch wird nicht blofs äußerlich jener gewundne Bau hervorgebracht, fondent die Höhle allmählich verfchloffen, indem durch den Druck in Folge der verfchiednen Bewegungen die Bün¬ del zu einem Strange verfchmelzen.