343 V. Ueber den Bau des runden Bandes. Der- felbe ebendaf. S. ff. Die Unterfuchung des runden Bandes in Kindern und Erwachfenen zeigt es aus drei Abtheilungen oder Strän¬ gen zufammengeletzt, einem vordem, einem obern und hin lern und einem untern. Der erfte entfpringt von dem queren, die Lücke des Pfannenrandes vervoilftändigen- den Bande und geht in querer Richtung gegen denOber- fchenkelkopf ; der zweite geht von demfeiben Querbande, aber mehr nach hinten, und von dem Sitzbeine ab. Der letzte Strang ift breit und gewiffermafsen doppelt, und entfteht von dem knorpelfreien Théile der Pfanne. In der Jugend find diefe Bündel deutlich getrennt, beftehen aus Bandfafern und fenken fich in einer wenig verfchied- nen Richtung in die Grube des Oberfchenkelkopfes. Ungeachtet das Band aus diefen drei Theilen befteht und dreieckig ift, fo find doch die Winkel nicht ganz gerade, fondern leicht gedreht, vorzüglich der obere. Dies ift bei Erwachfenen deutlicher als bei Kindern. Diefe Bündel werden von einer gemeinfchaftlichen, dünnen Membran bekleidet. Verletzt man diefe und bringt eine dünne Sonde ein, fo findet man eine Art von Höhle in dem Bande. Die Sonde kann drei Wege nehmen; einen nach unten, gegen den Oberfchenkelkopf und feine Grube, den andern, weitern, von dem obern Bündel bedeckten, nach oben gegen die Pfannengrube, der aber weniger zugänglich ift, weil die Wurzeln des obern Bündels breiter find und der Synovialapparat un¬ ter ihnen liegt. Gegen das vordere Bündel gerichtet, gelangt die Sonde in einen weiten Gang und unter dem Querbande über den äufsern Hüftbeinlochmuskel, nahe an einigen kleinen Gefäfsen weg, die in das Band lelbft treten. Bei Kindern konnte ich bisweilen vom Kopfe Z 3