330 vorn. Die Sohle war in der queren und Längenrich¬ tung ganz Hach. Eine tiefe Furche verlief quer über fie, zu diefer trat dicht unter dem innern Knöchel unter einem rechten Winkel eine andre. Die Ferfe fprang nicht fo ftark als gewöhnlich vor, dagegen fanden ficli an den vorftehendften Stellen des Fufsriickens zwei be¬ trächtliche Vorfprünge. Die Zehen waren nicht itär- ker als fonft getrennt, der Unterfchenkel regelmäfsig fleifchig. Nach Wegnahme der Haut erfchienen die Muskeln fo ftark als gewöhnlich entwickelt, die Sehnen nicht verhältnifsmäl'sig zu grofs. Die Kniefcheibe lag nicht, wie bei Colles, in derfelben Linie mit dem äufsern Knö¬ chel, und überhaupt war das Glied im Ganzen und iin Einzelnen völlig normal. Merkwürdig ift, dafs die Theile, auf welchen ver- muthlich das Kind gegangen fevn würde, mit der eignen Art von Fett, dis fich gewöhnlich unter der Sohle fin¬ det, bekleidet waren. Die beiden Vorfprünge am Fufsrücken beftanden aus dem Kopfe des Sprungbeins und dem Ferienbeine, wo es fich mit dem Würfelbeine verbindet. Dielen Punkten gegenüber lag an der Sohle eine ftarke Fett- malfe, nach deren Wegnahme eine ftarke, fcharf eckige Vertiefung zwifchen den beiden Reihen der Fuiswurzel- knochen übrig blieb. Der hintere Theil desFcrfenbeins ftiefs an den hin¬ tern Theil des Wadenbeinendes, das untere Ende des Schienbeins ftotzte Geh auf das Kahnhein. An allen die- fen Stellen war eine Art von Gelenk, indem die entge¬ gengewandten Flächen glatt, wenn gleich nicht fo glatt als bei einem gewöhnlichen Gelenk waren. Das innere Keilbein und das Kahnhein waren durch ftarke ßandfa- lern an den Innern Knöchel geheftet.