323 Ein ungefähr 30 Jahr alter Mann wurde vor eini¬ gen Wochen zu mir gefandt, weil er feit einigen Jahren dann und wann dergleichen Concremente ausgeworfen hatte. Sein allgemeines Befinden fchien gut, und er verficherte, dafs er nie eine Lungenkrankheit an fich bemerkt habe. Die Steine wurden, wie gewöhnlich, mit heftigem Hüften, aber ohne Blut, ausgeworfen. Aus der Analyfc ergab fich, dafs fie vorzüglich aus phosphorfaurem Kalk mit etwas kohlenfaurem Kalk, und einer bindenden thierifchen Subftanz behänden, wel¬ che, nach Entfernung der erdigten Subftanz durch eine Säure, die.Geftalt und Gröfse des Steines behielt. Lungenfteine find von mehrern Chemikern unter- lucht worden. Die Angabe von einigen kommt mit der obigen überein, andre dagegen wollen fie ganz aus phosphorfaurem oder kohlenfaurem Kalk, verbunden mit thierifcher Subftanz, gebildet gefunden haben. Ich habe nie weder das eine noch das andre gefunden, und vermuthe fehr, dafs in den Fällen, wo fie hlofs aus koh¬ lenfaurem Kalk beftehen füllten, ein Irrthum Statt ge¬ funden habe. XVI. Prout über eine, aus einem Ueberbein genommene erdigte Subftanz. (Ebendaf, p. 352 ff.) Diefe Knochenfubftanz kam durch Vereiterung und Verfchwärung aus einem, im Nacken eines Mannes be¬ findlichen Ueberbeine. Anfangs war fie äufserft übel¬ riechend und fchwer, was beides aber in dem Maafs, als die Feuchtigkeit verloren ging, abnahm. Im Gan¬ zen war fie oval, doch an der, dem Anfchein nach ge¬ gen den Körper gewandt gewefenen Seite platt und un- regelmäfsig. Ihr grüfstör Durchmeffer bètrug 2\ 2,ol\,