215 V, J. Blundell über einen Fall von hartnäcki¬ gem Erbrechen, wobei ein Verfuch zur Verlängerung des Lebens durch Ein- fpritzen von Blut in die Venen gemacht wurde. (Med.chir.Transact. X. p.2y6 ff.) Jn einem früher gelefenen Auffatze 1 ) empfahl ich, im Vertrauen auf ilje darin erzählten Verfuche in Fäl¬ len von unheilbarer Entleerung, die Einfpritzung von Blut in die Venen, Seitdem ift dies fchon einmal ge- fchehen, und ich eile, es bekannt zu machen, da die Erzählung vielleicht einigen, fchon jetzt diefes Mit¬ tels Bedürfenden, von Nutzen feyn konnte. Ein armer Mann, zwilchen 30 — 40 Jahr alt, kürz¬ lich Kranker im Guy’s - Hofpitul, wurde von einer Krankheit des Magens befallen , die, wie die Oeffnung auswies, von einem Scirrhus des Pförtners herrührte, ln den letzten Wochen hatte er fa ft nur auf Clyftiere Oeff- nung, und brach in den letzten 3 — 4 Monaten faft al¬ les aus. Durch öftere Unterfuchung der Magengegend wurde, ungeachtet grofser Abmagerung, weder Em¬ pfindlichkeit, noch Anfchwellung, noch Härte wahr¬ genommen. Er hatte auch keinen Schmerz und das Ausgebrochene deutete auf kein Gefchwiir, mithin war doch einige Hoffnung da, dafs kein Scirrhus entftan- den feyn möchte. Als ich diefen Kranken auf Dr, Cholmelÿs Ver- anlaffung fahe, war er durch den Mangel an Blute foerfchöpft, dafs feine Auflöfung ftündlich erwartet wurde. Die Stämme der Gliedmaafsenvenen waren offenbar verengt, der Puls klein , fchwach, leicht zu- j) S. diefes Archiv, Bd. 4, S. 441.