(Aus dem Institut für Anthropologie und experimentelle Psychologie der Universität Rom.) Über einige Eigentümlichkeiten des Tastsinns. Von Gr. SeKGI. Bloch machte im Jahre 1875 (bei Gelegenheit von Messungen der Geschwindigkeit des sensitiven Nervenstroms) einige Ver¬ suche, die Nachdauer von Tastempfindungen zu bestimmen.1 Er bediente sich dazu mechanischer Stöfse auf die Haut, von verschiedener Geschwindigkeit und auf verschiedenen Teilen des Körpers, und fand, dafs die Nachdauer eines Stofses auf den Einger zwischen 0,0210 u. 0,0236 (also 7«—742) Sekunde betrug. Aufserdem fand er, dafs die Nachdauer gröfser zu sein schien, wenn der Stofs plötzlicher war, und dafs sie wuchs, je mehr die Sensibilität des gereizten Teiles abnahm. Im Jahre 1877 machte derselbe Bloch neue Versuche und glaubte versichern zu können, „dafs für mechanische Stöfse die Nachdauer der Empfindung sich vergröfsert, je weniger die untersuchte Stelle für gewöhnliche Berührung empfänglich ist.“ Für das Fleisch der Finger würde sie ein Minimum von 7« Sekunde erreichen. Als er aber vermittelst einer dazu konstruierten Vorrichtung mit elektrischen Heizen experimentierte, fand er, dafs jene Dauer sich auf 7s3 Sekunde reduzierte.2 In den folgenden Jahren verfuhr Bloch nach einer anderen Methode, um die Nachdauer der Tastempfindungen zu ermitteln, indem er nämlich eine Reihe successiver Stöfse auf dieselbe Stelle der Haut einwirken liefs und dabei das eben notwendige 1 Archives de Physiologie. 1875. 2 Travaux du Laboratoire de M. Marey, III, 1876—77.