Bemerkungen zn dem Aufsätze von Dr- Sommer „Zur Psychologie der Sprache“.1 Von Prof. A. Pick (Prag). Die Möglichkeit bejahender Beantwortung der von Sommer an den Schlufs seiner Erörterungen gestellten Frage2 aus der schon vorhandenen Litteratur drängt naturgemäfs zu nach¬ stehenden Ausführungen ; die Ausführlichkeit derselben wird sich vielleicht dadurch entschuldigen lassen, dafs einem Kreise von Lesern dieser Zeitschrift das Thatsachen-Material, von dem aus sich die ganze Angelegenheit noch wesentlich weiter för¬ dern läfst, als dies durch S. geschehen, nicht vollständig bekannt sein dürfte. Ich glaubte mich aber dieser Aufgabe, angesichts des Appells S.’s an die Psychologie nicht entziehen zu sollen, um nicht im Kreise der Psychologen den Eindruck aufkommen zu lassen, als ob die Pathologie thatsächlich keine Antwort auf jene Fragen zu geben wüfste. Das Hauptverdienst der eigenartigen Stellung, welche Charcot und seine Schule3 in der Lehre von der Aphasie einnehmen, liegt in dem Nachweise, dafs bei verschiedenen 1 S. diese Zeitschr., II, S. 143. 2 „G-iebt es physiologische oder pathologische Eälle, in denen Er¬ innerungen durch Vermittlung von gewollten Bewegungen wach werden und in denen durch Behinderung dieser Bewegungen Amnesie hervor¬ gerufen werden kann?“ 3 Ich folge in der Darstellung desselben den zusammenfassenden Schriften von Ballet und Bernard, von denen die erstere neuerlich auch ins Deutsche übersetzt ist.