271 8, F. Lallemand s Berner k u n g e n über die Verrichtungen der v e r f c h i e d e n e n T h e i I e des Net venfyftems. (Ans deffen Obfervations pathoMgiques propres à éclairer pluiieurs points de phylioiogte. Paris I818O Gangliennerv oder gr of s er fympathifcher Nerv< Gegen das Ende des Februars 1817 wurde im Hôtel-Dieu eine 40 Jahr alte , zum fechsten Via! fclnvaTi¬ gere Frau aufgeuoumien. Die fünf erften Niederkünften waren durchaus glücklich, die Kinder reif, ftark und vollkommen wohl zur Welt gekommen ; dagegen war die letzte Sehwangerl'chaft Io ftürmifcb gewefeu, dafs lie, ionft fehr ftark, feit fechs Wochen, lehr herabgekom- roen war. Die Haut war durchicheinend und ftrohgelb geworden, das Unterhautze'llgewebe, vorzüglicli an den Augenlidern, allgemein wafferlüchtig, der Unterleib nicht blofs durch die ungeheuer grofse Gebärmutter, rondern auch durch Waffer iin Bauchfelle fehr ftark ausgedehnt. Die Kranke konnte nicht in fenkrecbter Lage bleiben, ohne Erftickungszufäüe zu bekommen, und glaubte im achten Schwangei fchaftsmonate zu feyn. Zwei Tage vorher fühlte lie noch, aber fchwächer als bei den früheren Schwangerfcbaften , die Bewegungen des Kindes, ein, wie wir fehert werden, fehr merk¬ würdiger Utnftand, Die Anfangswehen folgten fchnell auf einander, und bald nach ihrem Eintritt fprangen die Eihäute. Das Eindswaffer war in fo beträchtlicher Menge vor¬ handen, dafs es, nachdem es durch die Matratze und den Strohfack gelaufen war, lieh weit umher unter den benachbarten Betten ausbreitete. Nach feinem Austritte verdoppelte fielt die Stärke der Wehen, und der Fötus wurde plötzlich, ohne Widerftarul, ausgetrieben, was von der Plattheit des Schädels, indem weder grofses noch kleines Gehirn, noch Rückenmark vorhanden war, vielleicht auch der grofsen Ausdehnung der Gebärmut¬ ter herrührte. Diefes fchnellen Austrittes wegen wurde nicht bemerkt, ob er bei und gleich nach der Gehurt Lebenszeichen gegeben hatte,