Bemerkungen. Aufser den Harnwegen kommen Steine diefer Art feiten in Thieren vor, gewöhnlich lind he aus phosphor¬ faurem Kalk, bisweilen Magnefia, gebildet. Letzterer Art find vorzüglich die Darmfteine. Kürzlich erhielt ich von Herrn Derrien, König!. Buchdrucker zu Quimper, Steine aus den Eingeweiden von Pleuronectes folea, die ganz aus phosphorfaurem Kalk undMagnefia beftanden und würfel¬ förmig waren. 1) Vor dem Löthrohr ftiefsen fie einen Geruch von verbrennter thierifcher Subftanz aus, und fchmolzen nachher zu einem weifsen, undurclifichtigen Glafe. 2) In fchwacher Salpeterfäure löfen fie fich ohne Aufbraulen auf, und während der Auflöfung bilden fich leichte, weifse Häute, welche davon losgehen und in der Flüfügkeit fchwimmen. 3) Kleefaures Ammonium und effigfaures Blei bilden beträchtliche Niederfchläge, woraus fich ergiebt, dafs die Steine vorzugsweife aus phosphorfaurem Kalk beftehen. 4) Indeffen entwickelte fich aus dem Staube diefer Steine, wenn er mit kauftifchem Kali gerieben wurde, ein fehr merklicher Ammoniumgeruch und das, 24 Stun, den lang über diefem Staube fteheri gelaffene und mit Salpeterfäure gefättigte, Kali präcipitirte Kalkwaffer, der Staub, gut ausgewafchen und getrocknet, brachte, nach diefer Operation, leichtes Aufbraufen mit Säuren her¬ vor. Nach diefer letzten Erfcheinung enthalten diefe Steine auch einen kleinen Antheil phosphorfaurer Am- moniakmagnefia. Die Würfelform diefer und der beim Elephanten gefundenen Steine hängt nicht von ihrer Mifchung, fon- dern blofs entweder von einem Druck, den die noch weiche Subftanz erlitt, oder, wahrfcheinlicher, einer lange fortgefetzten Reibung derfelben an einander, ab. In der That findet man beim Zerbrechen derfelben einen Kern in der Mitte, der gewifs unter derfelben Form fortgewachfen feyn würde, wenn fich nicht ein äufseres Hindernifs gefunden hätte.