Deutfches Archiv für die PHYSIOLOGIE. Vierter Band. Drittes Heft. I. Ueber die erften Spuren des Knochenfyftems und die Entwickelung der Wirbellaule in den Thieren *). Von Dr. C. A. S. Schultz e. I. Begriff und Function des Knochenfyftems. Knochen im weiteften Sinne, knöcherne Theile, nennt der Sprachgebrauch fchon der älteftcn Anatomen alle ftarren, meifi weifsei’ Theile des thierifchen Körpers, die ein deutlich organifches Gewebe, und in ihrer Mi- fchung Kalkerde vorherrfchend zeigen ; ohne Rücklicht auf Verbindung, Function, normales oder abnormes Vorkommen. Dafs hiervon der Begriff des Knochen¬ fyftems , als eines aus der Verbindung folcher Theile beftehenden zufanunenhängenclen Ganzen, verfchieden fey, jft klar; eben fo aber auch, dafs diefe Beftim- mung nicht ausreicht, wenn es darauf ankommt, die l) ln meiner Inaugural - Differtation : Nor.nulla de primordiis i’yftematis oflium et de evölutione fpinae dorii in animalihus, verfprach ich die ausführlichere Bearbeitung diefes Gegenftan' des im dritten Hefte des dritten Bandes diefes Archivs zu lie¬ fern. Mehrere Umftände verzögerten die Erfüllung bis jetzt doch habe ich in diefer Zeit Gelegenheit gehabt. Manches zu berichtigen und Neues hinzuzufügen, da Herr Prof. Meckel die Güte hatte, mir auch zu diefem Zwecke die ununuchrinkte Benutzung feiner reichen Sammlung zu erlauben, M. d. Archiv. IV. 3, 2