Über negative Empfindnngswerte. Von Gustav Theodor Fechner (f 1887). Briefliche Mitteilungen an W. Preyer. (Schluß.) Leipzig, d. 16. März 74. Sie sagen: „Wenn E—x log X und E—xx log ip so ist keineswegs (wie Elemente d. Es. II. 429. Z. 11—14. v. o.) gefolgert wird, ip proportional dem X. Auch hier bleibt die Identität der Konstanten x und xt zu beweisen.“ Aber so fol¬ gere ich ja gar nicht, sondern so: Wenn E=x log X, und xp—pX, d. h. ip proportional X, so ist auch E=x log -; P wogegen sich wohl nichts einwenden lassen wird, und wobei ein Unterschied zweier Konstanten x, x1 gar nicht in Frage kommt. Dafs die, übrigens nur innerhalb der Grenzen des gewöhnlichen Sinnengebrauchs von mir in Anspruch genom¬ mene Proportionalität von psychophysischer Bewegung mit Reiz selbst innerhalb dieser Grenzen nur hypothetisch ist, gebe ich selbst zu. Um von hier aus zu dem einzigen Punkte überzugehen, über den wir uns in unseren bisherigen Diskussionen noch nicht ganz verständigt haben, betreffs negativer Werte im physischen und psychischen Gebiete, so sagen Sie: „Es steht durchaus nicht fest, dafs es unterhalb der Empfindung Null nichts Reales, durch negative Werte desselben Ausdrückbares gebe. Man kann sich die Möglichkeit denken, dafs die Gan¬ glienzelle (ihr Protoplasma) bei der Empfindung sich zusam-