konnte ich nichts über die Urform der Kryftalle ausmit- teln. An der Oberfläche des zweiten Steins linden fich einige verfcliiedentlich gehaftete, kleine, faft würfelför¬ mige Kryftalle, und die kleinen fechseckigen mögen von etwas zurückgebliebnem Alkali henüliren. Die grofse Neigung diefer Subftanz, fich fowohl mit Säuren als mit Alkalien zu verbinden, Icheint zu brnvei- fen, dafs fie ein Oxyd ilt, und in der That erweift die Entbindung von Koldenfäure bei der Deftillation, dafs fie Sauerftoff enthält. Indeflen reicht diefer nicht hin, fie chemifeh fauer zu machen, indem fie das Laekmuspapier nicht rofh färbt. Diefes Oxyd nenne ich Blafenoxyd, (Oxydum cyfticum), weil es bis jetzt nur in der Blai'e gefunden worden ift. Seit meinen frühem Unterfuchungen habe ich einen, indetfen nicht beträchtlichen Irrthum in der Unterfucliung der jMaulbeerfteine entdeckt. Ich bemerkte, dafs bei der Deftillation derfelben fich eine Säure fublimirte, und hielt diefe für das Refultat einer theilweifen Zerfetzung der Kleefäute. Da indellen reiner kleefaurer Kalk kei¬ nen folchen Sublimat giebt, fo rührt diefer unftreitig von einer kleinen Beimengung von Harnfäure her. Bçi der Unterfuchung der phosphorfauren Anur.o- niakmagnefia findet fielt ein wichtigerer Irrthum. Bei einer Auswahl aus zahlreichen Verfuchen zu Ausmitte- jtrng der Gegenwart von Phosphorfäure gab ich einem, wo falpeterfaures Queckfilber angewandt wurde, den Vorzug, weil man, Idol's durch Wärme, die Säure leicht aus dem .phosphorfauren Queckfilber. zielten kann. Al¬ lein, da nicht alle Phosphorfäure durch falpeterfaures Queckfilber niedergefohlagen wird, fo wird durch Zufatz von Schwefelfäurc keine 1 chwefelfaure Magnefia gebildet, und die Magnefia kann nicht durch detifelben Procefs ab«efondert erhalten werden. Wahrfcheinlich hat die¬ fer Irrthum einen andern in dein folgenden Bande der Transactionen veranl ifst, wo Herr Thomas eine Reihe von Unterfuchungen an dein Blafenfteine eines Hundes lie¬ fert, aus welchen er auf die Zufammenfetzung deffelben aus überlautem phosphorfauren Kalk und pliosphorfauret