HarnftofF, unbeachtet feines eon cnn triften Zu ftand e s. Die Entwicklung des Ammoniums durch die Zerfetzung des HarnftofFes verurfaclit den Niederfchlag der in reichlicher Menge vorhandnen und den Harn trübenden phosphor- fauren Salze. Er enthält eine Menge fchwefel - falz - und phosphorfaure Alkalien , viel FärbeftofF und Eiweifs. Um genau die Beziehung zwifchen der cheinifchen Befchaffénheit des Harns und den Krankheiten auszumit- teln, müfste man den Harn mehrerer, an derleihen Krank¬ heit leidender PerFonen im Anfänge, der Höhe und am Ende der Krankheit, vorzüglich den Harn von Fieber¬ kranken, an verfchiednen Entzündungen und Nerven¬ krankheiten leidenden, unterhielten. Der diabetifche und gichtifeite Harn ift am heften bekannt, doch müfste man auch den letztem noch in Beziehung auf den Gehalt von phosphoiiaurem Kalk unterfuchen, um auszumitteln, ob, nach Bert hallet's Meinung, wenigftens bisweilen der- felbe die Ur Tache der Gichtfchmerzen ift. Eben fo mufs auch der Harn in der Rachitis und faft in allen chronifchen Krankheiten nntei ftichi werden. Vorzüglich zu herüeklichtigende Punkte würden hie¬ bei fe) n : i) die fpeetfifebe Schwere; 2) die fauve oder afka- lifche Beleb,dfenheil ; 3) der Gehalt an a) Ilarnftöff; i>) dem eiligen Färhefloft} c) alkalileheii Salzen 5 d)Harn- Piure; e) phosrihorfaurer Ammomakvnagnefia ; f) phos- phorfaurem Kalk ; g) Schleim und Eiweifs. 8. V/. Henry aber den diabetifchenHarn. (Aus den med. chir. Transact. Vol. II. p. 119 1— *37-) Bei der Unterfuchung des diahetifchen Harns find einige wichtige und wirklich genauer beftinnnbare Utn- ftände nicht mit gehöriger Genauigkeit ausgemittelt wor¬ den. Da iclt kürzlieh bei zwei eignen und einigen Kran¬ it. n anderer Aerzte Gelegenheit zu Unterfuchungen hatte, fo benutzte ich he tlieils zu diefem Behuf, theils um leicli- tcie Pt üfungsmittel als die bisherigen aufzufinden, aus welchen lieh die Anwefenlieit der Krankheit und die