516 Subftanzen fteht mit «1er Menge der hellen oder ferofen gerinnbaren Flüffigkeit im geraden, mithin der Menge des undurchlichtigen Eiteroxyds im entgegengesetzten Verhältnifs, variirt aber bisweilen mit diefem und der hellen Flüffigkeit in einem beftimmten Verhältnifs. Im Allgemeinen, wo nichtimmer, enthält eine gegebneMenge Eiters einen geringem Antheil Salztlicile als eine gleiche Menge fchleimiger Auswurf, eine gegebne Menge heller gerinnbarer Flüffigkeit aber einen gröi'sern Antlieil Salze, als eine gleich grofse Menge Blutwaffer. Je dicker daher der Eiter, defto weniger wird die abfondernde Fläche gereizt, defto geringer ift die entzündliche oder ander¬ weitige Thätigkeit derfelben. Bisweilen bietet indeffen das Verhältnifs der beigemengten Salztheile, vorzüglich des phosphorfauren Kalkes, untereinander, Verfchie- denheiten dar, woher die bisweilen, doch feiten, in Ge- fchwüren vorkommenden Steine rühren J). Llaber wird der ausgetrocknete Eiter gern weich und feucht, wenn das Verhältnifs des neutralilirten Kali gröfser als gewöhn¬ lich ift, ja die ausgetrocknete helle Flüffigkeit zerfiiefst dann bisweilen fogar. II.) Diefelben Organe fondein, nach Verfchieden- heit ihres Zuftandes, aus dem Blute blofses, mit den Salztheilen des Blutwaffers gefchwängertes Waffer, oder Waffer mit verfchiednen Mengen gerinnbarer Subftanz, wie Blutwaffer, oder Blutwaffcr mit felbftgerinnbarer Lymphe, die laabähnliche Mafien bildet, oder Blutwaffer mit von felbft gerinnbarer Subftanz ab, die reichlich mit Kügelchen gefchwängert ift, wodurch die dicke undurch- fichtige Flüffigkeit entfteht. Alle diefe Zuftände der Ab- fonderungen lind im Allgemeinen von Entzündungsthä- tigkeit begleitet, oft aber ganz frei davon. l) In der Lunge eines Schwindfücluigen fanden lieh Steine von der Grofse eines Senfkorns bis zu der eines Pfefferkorns, die ich vorzüglich ans pliospnorfaurem Kalk mit einer ungewöhn¬ lich geringen Menge thierifcher Subftanz gebildet fand. In einem andern Falle beftand der Auswurf vorzüglich aus phos- phorfaurem Kalk und thierifcher Subftanz, die lieh ungefähr wie i : J verhielten.